Bodenerosion und Sturzfluten – Systemansatz für die Planung

Geoflux und MISB erarbeiten Systemansatz zur Risikoanalyse und Maßnahmenplanung bei Bodenerosion und Sturzfluten

Poster Sturzfluten und Bodenerosion

Posterpräsentation anlässlich der 7. Sächsisch-Thüringischen Bodenschutztage am 22.6.2017 in Greiz

In den vergangenen Jahren kam es in zahlreichen Bundesländern zu einer Häufung von Sturzfluten infolge von Starkregenereignissen. Zuletzt waren zahlreiche Kommunen im Mai und Juni 2017 erneut davon betroffen. Diese Starkniederschläge führten in vielen Ortslagen zu starken Überflutungen, verbunden mit großen Mengen an Schlammeintrag und riefen erhebliche Schäden auf Ackerflächen, an privatem Eigentum sowie öffentlichen Infrastrukturen hervor. Da in diesen Fällen zur Gefahrenabwehr von Bodenabträgen und Sturzfluten die Maßnahmen der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft sowie vorsorgende Bodenschutzmaßnahmen nicht ausreichen, ist die Durchführung einer Problem- und Risikoanalyse, unter Berücksichtigung der natürlichen und agrarstrukturellen Bedingungen, in betroffenen Gebieten zu empfehlen. Ziel ist es, Vorschläge und Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur, zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, des Erosionsschutzes sowie zur Regulierung des Oberflächenabflusses und zur Gefahrenvorsorge zu erarbeiten. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des prognostizierten Klimawandels und einer damit verbundenen zu erwartenden Zunahme von Starkregenereignissen von großer Bedeutung.
Gemeinsam haben das Mitteldeutsche Institut für angewandte Standortkunde und Bodenschutz (MISB) und Geoflux einen Systemansatz erarbeitet, um Problem- und Risikoanalysen durchzuführen und Maßnahmenvorschläge zum Schutz vor Bodenerosion und Sturzfluten erarbeiten zu können. In Kooperation mit Fachbehörden, Kommunen, Landbewirtschaftern und Verbänden wurde der Ansatz im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von Flurneuordnungsverfahren in verschiedenen vulnerablen Gebieten erfolgreich erprobt.

Poster zum Download (pdf-Datei)

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